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Trend geht zu urbanen Standorten und Wissensquartieren

Wirtschaftsflächen der Zukunft

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Heidelberg/Rhein-Neckar, 29. Januar 2013. (red/pm) Immer mehr Unternehmen suchen nicht mehr den Standort auf der „grünen Wiese“, sondern möchten mitten in die urbanen Quartiere ziehen. Gefragt sind Wissensquartiere, in denen Arbeiten, Forschung, Wohnen, Freizeit und Kultur eng beieinander liegen. Heidelberg ist ein Vorreiter dieser Entwicklung: Derzeit entsteht dort mit der Bahnstadt ein ganzer Stadtteil, der eine Mischung aus Arbeiten und Leben für 12.000 Menschen bietet.

Information der Stadt Heidelberg:

“Diesen Trend in der Entwicklung unserer Städte diskutieren auf einer Fachtagung in Heidelberg am 24. und 25. Januar 2013 über 150 Vertreter von Kommunalverwaltungen, Wirtschaft und Wissenschaft aus ganz Deutschland. Es geht dabei um die Fragen, welche besonderen Anforderungen und Flächenbedarfe wissensbasierte und forschungsintensive Unternehmen an neue Standorte haben. Veranstalter der Fachtagung „Wirtschaftsflächen der Zukunft“ sind die Stadt Heidelberg und das Deutsche Institut für Urbanistik (Difu). Das Difu ist das größte Stadtforschungsinstitut im deutschsprachigen Raum.

Heidelberg: Modell für die europäische Stadt in der Wissensgesellschaft

Oberbürgermeister Dr. Eckart Würzner: „Heidelberg ist besonders von wissensintensiven Unternehmen geprägt. Diese profitieren von der Nähe zu zahlreichen Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen. Das Zusammenspiel von Wissenschaft, Arbeiten und Leben, das wir schon seit Jahrhunderten in der Altstadt haben, wird von der modernen Stadtentwicklung, Wissenschaft und Wirtschaft wiederentdeckt.“

Gestaltung und Image des Standortes gewinnen an Bedeutung

Eine Erkenntnis der Konferenz: Unternehmen, bei denen Wissen und Kreativität eine große Rolle spielt, suchen nicht die herkömmlichen Gewerbeflächen auf der „grünen Wiese“. Vielmehr spielen Gestaltung und Image des Standortes, ein attraktives Arbeitsumfeld und die räumliche Nähe zu anderen Unternehmen, relevanten Forschungseinrichtungen sowie Kunden, Zulieferern und Kooperationspartnern eine wichtige Rolle. Stadtentwicklung, Wirtschaftsförderung und Forschungspolitik müssen zusammenarbeiten, um geeignete Standorte zu entwickeln.

Heidelberg ist Vorreiter in wissensorientierter Standortentwicklung

Für die Stadt Heidelberg hat das Difu jüngst die Standortanforderungen und Flächenbedarfe wissensintensiver Unternehmen untersucht. Für Daniel Zwicker-Schwarm vom Difu ist Heidelberg daher ein interessanter Veranstaltungsort: „Mit dem Technologiepark gehörte Heidelberg bereits in den 1980er Jahren zu den Pionieren wissensorientierter Standortentwicklung insbesondere für die Biotechnologie. Mit der Bahnstadt und den Konversionsflächen, bietet sich hier die Chance wissensbasierte Wirtschaft und urbane Qualitäten miteinander zu verbinden und damit auch neue Technologiefelder wie die Organische Elektronik zu fördern.“

Der niederländische Stadtforscher Prof. Dr. Willem van Winden hat zahlreiche Entwicklungsprojekte in Europa untersucht: „Viele Städte versuchen, besondere Flächenangebote für forschungsorientierte Unternehmen zu schaffen. Wichtige Erfolgsfaktoren dabei sind eine gemeinsame Identität, klare Zielgruppen und Konzepte und ein gutes Management“. Dabei sieht er einen Trend weg von monofunktionalen Campuslösungen hin zu urbanen Wissensquartieren, in denen Arbeiten, Wohnen, Freizeit und Kultur sich gegenseitig befruchten.

Dieser Entwicklung entspricht Heidelbergs neuer Stadtteil Bahnstadt: Hier entsteht ein ganzer Campus, der eine Mischung aus Arbeiten und Leben für 12.000 Menschen bietet. Die Nachfrage ist so groß, dass die Entwicklung zwei Jahre vor dem ursprünglichen Zeitplan liegt. Herzstück sind die Skylabs mit großen Büros und Laborflächen für Wissenschaft und High-Tech-Unternehmen. Weitere Chancen für die Neuansiedlung von wissenschaftsnahen Unternehmen liegen in der Entwicklung der Konversionsflächen nach dem Abzug der US-Armee. Auch hier – insbesondere auf den innerstädtischen Flächen – ist eine Mischung aus Wohnen, Wissenschaft und Gewerbe vorgesehen.

Stadt hat eine Entwicklungsverantwortung

Ulrich Jonas, Chef der städtischen Wirtschaftsförderung, ergänzt: „Es ist wichtig, bei der Zukunftsentwicklung von Wirtschaftsflächen weitere Angebote zu schaffen – für die Wissenschaft und Wirtschaft, aber auch für die Infrastruktur. Wir haben hier als Stadt eine große Entwicklungsverantwortung. Selbst Konversionsflächen und Bahnstadt zusammen können alleine den Zukunftsbedarf der nächsten 15 Jahre nicht abdecken.“

Das gesamte Tagungsprogramm steht unter www.heidelberg.de/difu-fachtagung.”

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