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Karlsruhe: Bundespolizei rettet 15-jährigem Jungen vermutlich das Leben

Streckensperrung zur Lebensrettung

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Karlsruhe 30. Mai 2012. (red/pol) Durch eine Steckensperrung konnte die Polizei einen Güterzug zum frühzeitigen anhalten bringen. Hierdurch konnte ein Unfall mit einem 15-Jährigen, der auf den Gleisen lief, vermieden werden. Wie und weshalb der Junge sich dort befand und woher seine zahlreichen Verletzungen stammen, ist noch unklar.

Information der Bundespolizei Karlsruhe:

“Gestern, gg. 17:50 Uhr, hat eine Streife der Bundespolizei einem 15-jährigen Jungen in Karlsruhe vermutlich das Leben gerettet. Die Beamten haben im Bereich Großmarkt Karlsruhe / Möbelhaus XXL Lutz den Jungen erkannt, der auf den Gleisen in Richtung Norden lief.

Durch eine sofort eingeleitete Streckensperrung konnte ein Güterzug frühzeitig anhalten. Auf der gesperrten Bahnstrecke haben die Beamten die Verfolgung zu Fuß aufgenommen und konnten den Jugendlichen im Bereich der Kleingartenanlage Elfmorgenbruch einholen.

Der sichtlich unter Schock stehende junge Mann hatte mehrere Prellungen und Sturzverletzungen am ganzen Körper und eine blutenden Wunde im Gesicht. Woher diese Verletzungen stammen, konnte er bisher nicht sagen weil er derzeit noch nicht vernehmungsfähig ist. Die Bundespolizeiinspektion Karlsruhe hat die weiteren Ermittlungen aufgenommen.

Ein Notarzt versorgte den Jugendlichen vor Ort. Anschließend wurde er ins Krankenhaus verbracht, wo er stationär aufgenommen wurde. Nur der Aufmerksamkeit der Beamten und einer glücklichen Fügung ist es zu verdanken, dass der Junge nicht von einem Zug erfasst wurde.

Zur eigenen Sicherheit gibt die Bundespolizei nachfolgende Sicherheitshinweise:

  • Bahnanlagen sind keine Abenteuerspielplätze.
  • Das Betreten der Bahngleise ist lebensgefährlich!
  • Die modernen Züge sind schneller und leiser geworden. Sie werden je nach Windrichtung oftmals erst in letzter Sekunde wahrgenommen.
  • Beim Aufenthalt im Gleisbereich bringen Sie nicht nur sich selbst in Lebensgefahr, sondern durch eine eingeleitete Schnellbremsung können Reisende im Zug erheblich verletzt werden.
  • Überqueren Sie die Bahngleise nur an den dafür vorgesehenen Stellen. Abkürzungen können lebensgefährlich sein.
  • Züge können nicht ausweichen und haben einen langen Bremsweg! Zum Beispiel kann ein Zug mit einer Geschwindigkeit von 100 km/h einen Bremsweg von bis zu 1000 m haben.

Deshalb:

„Richtiges Verhalten auf Bahngebiet sorgt für persönliche Sicherheit.“

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